Update kurz vor Weihnachten

Heute ist es exakt 10 Wochen her, dass wir bei Yanni geschwollene Lymphknoten bemerkt haben. Kurz darauf bekamen wir die Diagnose „Lymphom“. Zunächst erhielt Yanni keine Medikamente. Am 10. November begannen wir mir der Cortison Gabe – in Höchstdosierung, wie das so üblich ist bei diesem Krebs. Das Cortison wirkte schnell und die Lymphknoten waren schon binnen weniger Tage stark verkleinert bzw. gar nicht bis nur kaum spürbar. Eine Zeitlang blieb das auch so, aber ziemlich genau 1 Monat später bemerkten wir, dass die Lymphknoten wieder angeschwollen waren. Es war genau das eingetreten, was uns die Tierärzte – unser Tierarzt wie auch die Onkologen der Vet Med – prophezeit hatten. Cortison wirkt nur kurz und es wäre fatal, sich irgendwelche Hoffnungen zu machen.

Yanni zeigt mittlerweile die typischen Cushing Symptome (iatrogenes Cushing-Syndrom: der Körper reagiert auf ein Zuviel an von außen zugeführtem Cortisol). Er hat wirklich extrem großen Durst, produziert unglaubliche Pinkelmengen (da rinnt ein Bach weg, der dann einen See formt ..) und hat einen aufgeblähten Bauch. Seine Figur ähnelt einer Tonne. Das kann aufgrund des Cushings sein und auch aufgrund einer Milzvergrößerung. Die Milz kann zu unglaublicher Größe und Gewicht wachsen. Bemerkbar ist außerdem ein Muskelverlust, man spürt sein Rückgrat und sieht es auch. Wir haben gestern Abend die Cortison Dosis reduziert. Ganz ausschleichen werden wir es sicher nicht können, da die Lymphknoten leider alle stark vergrößert sind.

Wir wissen nicht, wielange wir unseren geliebten Yanni noch haben werden! 😦 Wir möchten ihn nicht leiden sehen. Bisher frisst er brav und geht mit spazieren. Wenn er schläft, was sehr häufig der Fall ist, steht er auf, wenn man „Komm“ sagt. Trotzdem ist ganz eindeutig ein Verfall zu sehen, der unaufhaltsam ist. Es macht uns sehr traurig und „Weihnachtsstimmung“ will so gar nicht aufkommen.

Heute scheint die Sonne und wir gehen jetzt eine Runde spazieren! Liebe Grüße an alle Leser des Blogs!

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3 Kommentare

  1. Drea Wel

     /  Dezember 21, 2013

    Wir können uns die Hände reichen. Meine Hündin hat mammatumore. ..die wurden entfernt. ..aber sie sind 14 tage später schon wieder nachgewachsen. ..ich kann leider auch nur begleiten…und es tut so weh und ist sehr schwer. ..

    Antwort
  2. Birgitt B.

     /  Dezember 21, 2013

    Gerade habe ich zum ersten mal von Yanni’s Krebserkrankung gelesen. Es tut mir sehr leid. Ich wünsche Euch und Yanni viel Kraft. Ich kann nachempfinden, wie es Euch geht, dann ich habe Gleiches mit meiner Entlebucherin, Rieka vom unteren Werretal, erlebt. Ich hatte mich auch gegen die Chemotherapie entschieden und jeden Tag und jede Nacht intensiv mit Rieka verlebt. Es war eine sehr intensive Zeit, die mir später ein Trost war. Rieka war so überaus tapfer und das hat mir Kraft gegeben, auch tapfer zu sein. Ich denke an Euch und Yanni – herzlich – Birgitt

    Antwort
  3. Ingrid H.

     /  Dezember 22, 2013

    Ich habe heute Eure letzte Nachricht über Yanni gelesen und verstehe sehr gut Eure Traurigkeit… Ich wünsche Euch über Weihnachten viel Kraft und denke besonders an Euch und Yanni – herzlich – Ingrid

    Antwort

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